Mittwoch, 6. Mai 2015

Facebook Falle

Facebook Falle

Facebook zog sich weltweit die Kritik zu, wegen seiner Praktiken bezüglich des Datenschutzes. Das Unternehmen setzt sich dabei rigoros über geltende Gesetze der Länder hinweg. Verbraucherschutzzentralen in der BRD raten dazu, das Unternehmen und seine Serviceleistungen nicht zu beanspruchen.
Facebook ist nicht nur weltweit Markt kontrollierend, mit seinen Verbindungen und automatischen Verknüpfungen zu anderen sozialen Plattformen, wird es so zur unüberschaubaren Datensammelkrake, die in der Lage ist Meinungen zu generieren und Politik zu beeinflussen. Allerdings auch genutzt werden kann, um unliebsame Kritiker ausfindig zu machen. Facebook verfolgt seit langen eine undurchsichtige Klientelpolitik, die die Firma selbst als Gemeinschaftsstandards schön redet.
Selbst nach Löschung eines Nutzerkontos fährt Facebook mit der Datensicherung fort, auch auf unbestimmte Zeit. Anträge auf Löschung aller Daten, wie es das Gesetz vorschreibt, werden zwar bestätigt, geschehen aber niemals in Realität.
Jede Änderung wird gespeichert bei aktiven Profilen. Jedes hochgeladene Foto aufbewahrt aus ungeklärten Gründen. Selbst bei den langweiligsten Seiten und unwichtigsten Meldungen geschieht das.
Facebook sichert sich das Recht zu, alles was seine User veröffentlichen kommerziell nutzen dürfen und Daten an Dritte abzugeben. Das bedeutet das Facebook User Daten verkauft, an Leute, die ein Interesse daran haben.
Wer Facebook auf seinem Mobiltelefon benutzt, muss wissen, das Facebook damit in den Kontakt aller seiner gespeicherten Telefonkontakte gerät und diese herunter lädt und abspeichert.
Für Fotos verwendet Facebook eine Gesichtserkennungssoftware, die für Geheimdienste verwendet wurde. Diese registriert und speichert die Gesichter in den Fotos und gleicht diese mit älteren gespeicherten Aufnahmen ab und durchforscht die Fotos anderer Facebookaccounts auf Übereinstimmungen.
Viele Seiten bieten den „Gefällt mir“-Button, oder im englischen „Like-Button“ an, um auf ihren Webseiten auch außerhalb von Facebook diese Funktion anzubieten. Durch das Betätigen gibt man seine Zustimmung zu einem Artikel einer Zeitung zum Beispiel. Allerdings wissen viele nicht, das in diesem Moment Facebook einen Cookie mit Daten auf den eigenen Computer ablegt, der zwei Jahre gültig ist. Dabei wird der Benutzer nicht gefragt, ob er das erlaubt. Es geschieht ebenso, wenn ein Benutzer des „Gefällt Mir-Buttons“ gar kein Benutzer von Facebook ist und damit nie in irgendeiner Form irgendeinen bizarren Facebook AGB´s zugestimmt hatte. Die Verwendung dieses Buttons auf Regierungsseiten ist in Deutschland deshalb verboten.
Es gibt weitere Fallen und bedenkliche Situation, wie bei der personalisierten Werbung und Mitteilung von Interessen. Daten, die gesammelt werden, aber unklar bleibt, wohin die Informationen weiter geleitet werden.
Schon lange ist Marc Zuckerberg nicht mehr der Eigentümer von Facebook, er ist Geschäftsführer und Miteigentümer. Leider gehören zu seinen Kompagnons auch CIA und andere staatliche Stellen der US-Regierung. Diese nutzen Facebook auch, ebenso andere Geheimdienste über falsche Profile, Meinungen zu generieren und zu manipulieren.
Die CIA negierte ihren Anteil an Facebook nie und erklärte, dass dies deshalb sei, um Touristen bereits vor ihrer Einreise in die USA zu überprüfen und so mögliche Terroristen frühzeitig zu erkennen. Diese Meinung akzeptieren heißt an den guten Willen der CIA zum Demokratieschutz zu glauben. Genauso wie die deutsche Polizei könnte man über Fake-Accounts die Leute überprüfen. Eine Teilhaberschaft an der Firma ist überflüssig. Außerdem ist das Verhalten von Facebook sehr bedenklich, hiesiges Recht wird ignoriert, Meinungen manipuliert und eine groteske und offensichtliche Zensur betrieben. Desweiteren, bereits 2008 wurde berichtet, dass viele Facebook-Investoren aus der CIA stammten. (The Guardian, With friends like these … 14. Januar 2008 / The New Zealand Herald, Facebook – the CIA conspiracy, 8. August 2007)
Der ehemalige Sicherheitschef von Facebook bekam eine Anstellung bei der NSA. (Heise Online, 21. Juni 2013: Bericht: Facebooks Ex-Sicherheitschef arbeitet für die NSA) Und der berühmte NSA Verräter Edward Snowden verriet, das das die US-Geheimdienste Facebook verwenden, um Ziele für Entführungen und Morde zu markieren. Er berichtet auch das Facebook seit dem 3. Oktober 2009, neben der CIA auch mit der NSA zusammenarbeitet. Und das speziell im Prism Programm. Bei diesem Programm, das seit 2005 existiert, geht es um Spionage und Manipulation elektronischer Medien, angelehnt auf das Nachkriegszeit Projekt Mockingbird. (Der Standard, USA zapfen Rechner von Internet-Firmen an, 7. Juni 2013) Es wird von der NSA geleitet und in mehrere Subprogramme unterteilt: Mainway, Marina, Nucleon und das Großprojekt Stellar Wind. (Barton Gellman: U.S. Surveillance architecture includes collection of revealling Internet, phone metadata, The Washington Post 16. Juni 2013)
Laut der Washington Post (Barton Gellman, Laura Poitras: U.S., British intelligence mining data from nine U.S. Internet companies in broad secret program in The Washington Post. 6. Juni 2013.) und dem britischen The Guardian (Glenn Greenwald, Ewen MacAskill: NSA Prism program taps in to user data of Apple, Google and others, The Guardian 7. Juni 2013) sind dabei 9 der größten Internetfirmen in diesem Programm einbezogen und alle arbeiten zusammen mit Facebook, das so zur eigentlichen Drehscheibe in diese Internetkontrollaktion avanciert. Dazu zählt der übliche Verdächtige Microsoft, aber auch Google, Skype, YouTube, Facebook, Yahoo, Apple, AOL und Paltalk. Prism hat das Ziel eine weltweite Überwachung zu ermöglichen. NSA und FBI haben die Möglichkeit sich in Livetelefonate einzuklinken und mitzuhören, sowie alle gespeicherten Informationen eines Users abzurufen. Auch wird erkenntlich welche Informationen der User abruft, also z.B. welche Artikel in welchen Zeitungen er ließt.
Durch „Bösartige Scripte“ werden User ausspioniert, Facebook informiert niemals über diese Subprogramme, die im Hintergrund laufen und die Festplatten der User ausspionieren. (golem.de: Einladung zum großen Facebook-Stalker-Fest, abgerufen am 25. Januar 2012)
Im Juli 2012 war bereits bekannt geworden, das Facebook auch private Meldungen der User gezielt überwacht, löscht oder manipuliert. (Alexander Zollondz, Privatsphäre: Facebook überwacht Chat-Protokolle, In : netzwelt 16. Juli 2012) Joe Sullivan, Facebook Sicherheitschef bestätigte gegenüber Reuters und anderen Medien, dass man die entsprechenden Filtersoftware wirklich verwendet. Er entschuldigte dies damit, das man Straftaten erkennen und vereiteln will. Angesichts der Verfahrensweise bei Facebook und ihren seltsamen Gemeinschaftsstandards, die ich noch extra erörtern will, ist dies allerdings nur zu bezweifeln.

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